Familie gibt Hund weg, Tochter findet ihn zufällig wieder.

26.03.2018 03:08

Niemand vergisst je das Haustier, das er oder sie in der Kindheit hatte. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Wellensittich – der tierische beste Freund bleibt uns unser Leben lang in Erinnerung.

Nicole Renae aus West Brownsville in Pennsylvania (USA) erinnert sich nur allzu gut an den Hund, der sie in ihrer Kindheit begleitete. Zu ihrem 10. Geburtstag überraschte ihre Großmutter sie mit einem Hundewelpen – ein Traum ging in Erfüllung. Nicole taufte das kleine Hündchen „Chloe“ und die beiden waren sofort unzertrennlich.

Vier Jahre lang waren die beiden ein Traum-Team und unternahmen alles, was ihnen möglich war, gemeinsam. Aber dann geschah etwas, das die Familie eigentlich freute: Nicoles Vater bekam die Chance, von nun an im Home-Office zu arbeiten und damit jeden Tag zuhause zu sein.

Eine schöne Aussicht für alle – aber mit einem Haken. Um den Job ausüben zu können, musste es im Haus von nun an ruhig sein, eine lebhafte und häufig bellende Hündin stand dem entgegen – eine andere Option wurde Nicoles Vater nicht angeboten. 

Schweren Herzens musste Nicole sich von ihrer vierbeinigen Freundin trennen. Da die Familie unter ihren Freunden und Verwandten niemanden finden konnte, der die Hündin aufnehmen wollte, blieb ihr nur eine Lösung. Weinend brachten sie Chloe ins Tierheim.

Die Mitarbeiter des Heims versicherten der 14-Jährigen, dass sie liebevolle Adoptiveltern für ihre Hündin finden würden, aber Nicole blieb untröstlich. Sie verabschiedete sich von Chloe, wie sie glaubte, für immer.

Nicole wuchs heran und konnte ihren Hund nicht vergessen. Als erwachsene Frau kontaktierte sie sogar das Tierheim und versuchte herauszufinden, was aus Chloe geworden war, doch die Mitarbeiter hatten inzwischen gewechselt und konnten ihr keine Auskunft geben.

Nicole gab die Suche schließlich auf und lebte ihr Leben weiter. Sie gründete eine Familie und wurde Mutter einer Tochter. Weil sie sich immer noch gut an die schöne Zeit erinnerte, die sie mit Chloe verbracht hatte, wollte sie ihrem Kind einen eigenen Hund schenken.

Sie begann, online nach Hunden zu schauen, die in Tierheimen auf „Adoptivmenschen“ warteten. Dabei stieß sie auf eine ältere Hündin, die ihr sehr bekannt vorkam. Sie sah nach, wie das Tier hieß und las den Namen „Chloe“ ...

Nicole glaubte erst an einen Zufall, aber sie war bereits entschlossen, dass es dieser Hund sein sollte, den sie adoptieren wollte. Sie vereinbarte einen Termin im Tierheim und fuhr hin, um das neue Familienmitglied abzuholen.

Doch als sie dem Tier gegenüberstand, geschah etwas Ungewöhnliches – die Hündin sah Nicole, rannte sofort auf sie zu und leckte ihr das Gesicht ab. Sie schien überglücklich zu sein, Nicole zu sehen, und wich ihr nicht mehr von der Seite.

Die neue Chloe sah wirklich genauso aus wie ihre frühere Kindheitsfreundin und sie hörte einfach nicht auf, glücklich mit Nicole zu kuscheln. Vielleicht machte sie sich da etwas vor? Acht Jahre war es her, dass sie die alte Chloe zum letzten Mal gesehen hatte. Ihre ganze Familie hielt ihre Ahnung für verrückt. Aber es gab eine Möglichkeit, Sicherheit zu erlangen.

Nicoles Mutter fiel ein, dass sie der alten Chloe damals einen Chip hatten implantieren lassen, mit dem sie eindeutig identifiziert werden konnte. Sie kontaktierte ihren alten Tierarzt und ließ sich die Seriennummer heraussuchen.

Als sie die „neue“ Chloe auf einen Chip scannen ließen, wurde Nicoles Ahnung zur Gewissheit: Die Seriennummern waren identisch. Chloe war tatsächlich die Chloe ihrer Kindheit.

Die kleine Hündin ist jetzt eine Dame mittleren Alters und sie könnte nicht glücklicher sein – und Nicole geht es nicht anders. „Ich bin so froh, sie wiederzuhaben“, sagt sie. „Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, freue ich mich, sie zu sehen. Das ist einfach das Beste.“

Was für ein schönes Happy End für Mensch und Tier. Die alten Freundinnen sind endlich wieder beisammen.

 

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