So gesund sind Oliven

26.12.2017 13:56

Klein, aber oho! Oliven zählen zu den ältesten Nahrungsmitteln überhaupt. Sie sind nicht nur ein fester Bestandteil der mediterranen Küche, sondern obendrein auch noch ganz schön gesund.

Die einen mögen grüne Oliven lieber, die anderen bevorzugen schwarze. Aber was ist der Unterschied? Ganz einfach: Schwarze sind reif, grüne unreif geerntete Früchte. Sie unterscheiden sich im Geschmack, haben aber grundsätzlich dieselben Inhaltsstoffe. Die schwarzen Oliven enthalten mehr der wertvollen Inhaltsstoffe, da sie länger am Baum gereift sind und so mehr dieser Stoffe bilden konnten. Allerdings haben sie auch mehr Kalorien als grüne Oliven.

Vorausgesetzt ist natürlich, es handelt sich um echte und nicht um dunkel eingefärbte Oliven, wie man sie im Supermarkt häufig findet (auf Etiketten mit E585, E579 oder dem Hinweis „geschwärzt“ ausgezeichnet). Lesen Sie hier, welche gesunden Nährstoffe in den Steinfrüchten stecken.

Die gesunden Nährstoffe der Oliven

Die „Gesellschaft für grundlegende und angewandte Ernährungswissenschaft“ in Spanien empfiehlt jedem Erwachsenen, im Schnitt täglich sieben Oliven zu essen. Das sollten auch wir tun. Denn:

  • Die Früchte enthalten jede Menge einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese tragen zur normalen Funktion des Herzens bei und fördern gesunde Blutfettwerte. Außerdem sind sie am Zellaufbau und Stoffwechsel beteiligt und machen fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) verwertbar.
  • Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie Sterine und Polyphenole. Beide sind ziemlich gesund. Polyphenole wie Hydroxytyrosol oder Oleuropein sind Antioxidantien und unter anderem wirksam gegen Bakterien, Pilze, Viren und Entzündungen. Sterine sollen den Cholesterinspiegel im Blut senken können und besonders bei Beschwerden durch trockene Haut lindernd wirken. Außerdem beugen sie Arterienverkalkungen vor.
  • Sie enthalten viel Phosphor, Eisen, Natrium, Magnesium, Zink und Kalzium.
  • Sie können unter anderen mit diversen B-Vitaminen, Vitamin C und E sowie Folsäure und dem Provitamin A (Beta-Karotin) aufwarten.

Oliven werden gefüllt, mariniert oder in Öl und Wasser eingelegt. (c) Colourbox.de

Was Oliven sonst noch Tolles können

Die Steinfrüchte sollen noch allerlei weiteren positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Zum Beispiel eignen sie sich gut als Snack bei einer Diät, da sie einen geringen Gehalt an Kohlenhydraten haben und gut sättigen. Aber Vorsicht: Kalorienarm sind sie nicht gerade, deshalb in Maßen genießen.
Und dann ist da noch der gesunde Tausendsassa Olivenöl, welches aus den Früchten gewonnen wird. Weil Olivenöl in der Regel kalt gepresst wird, bleiben viele der Bioaktivstoffe enthalten. Olivenöl ist gesünder als Butter und auch in der Kosmetik ein gefragter Inhaltsstoff: Die sekundären Pflanzenstoffe schützen die Haut, die Antioxidantien beugen der Hautalterung vor. Tipp: Mit einer Maske aus Olivenöl können Sie sowohl Ihre Haut als auch Ihre Haare pflegen und regenerieren.

Das gibt es bei Oliven zu beachten

  • Zu starke Hitze zerstört wertvolle Inhaltsstoffe. Achten Sie darauf, wenn Sie mit Olivenöl kochen.
  • Schwangere sollten besser auf Oliven verzichten, um eine Listeriose-Infektion zu vermeiden, die dem Kind schadet.
  • Sowohl grüne als auch schwarze Oliven enthalten Bitterstoffe und sind daher im rohen Zustand ungenießbar. Daher isst man sie in der Regel eingelegt. Wer sich salzarm ernähren muss, sollte also nicht zu Oliven greifen, die in Salzlake mariniert wurden, sondern eher zu in Bio-Olivenöl oder in Wasser eingelegten.

Quelle